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Strategische Unternehmensführung in Zeiten von COVID-19

Weltweit versuchen die Staaten mit weitreichenden Maßnahmen die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu bremsen, die Gesundheitssysteme aufrechtzuerhalten, die Versorgung zu sichern und die Wirtschaft mit Milliardenpaketen zu stützen. Die Kehrseite der Globalisierung, wie das Outsourcing lebenswichtiger Güterproduktion und die Abhängigkeit von anderen Staaten in den Lieferketten, wird sichtbar.

Macht es für Unternehmen in Zeiten elementarer Veränderungen überhaupt noch Sinn, längerfristig zu planen? "Durchaus", ist Strategie-Expertin Daniela Scherrer überzeugt. "Denn Unternehmen, die darin geübt sind, können auf Ressourcen aus der strategischen Arbeit zurückgreifen."

Daniela Scherrer, Beraterin für Familienunternehmen im Bankhaus Spängler, hat für Sie acht Tipps für die strategische Unternehmensführung in Krisenzeiten. 

 

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Daniela Scherrer, LLB.oec. ist seit 2004 im Bankhaus Spängler tätig. Als Beraterin für Familienunternehmen beschäftigt sie sich seit über 10 Jahren mit strategischen Fragestellungen in familiengeführten Unternehmen. 

1. Sich der Realität stellen und resilient sein

In Krisen ist es bedeutend, sich rasch und realistisch auf die neuen Gegebenheiten einzustellen. Maßnahmen zur Aufrechterhaltung systemrelevanter Betriebe und zum Schutz der Mitarbeiter sowie die Sicherung der Arbeitsplätze durch Inanspruchnahme staatlicher Förderungen wie Kurzarbeit müssen schnellstmöglich umgesetzt werden. Hier ist die vielbetonte Resilienz, als psychische Widerstandskraft in unvorhersehbaren Situationen, bei den Entscheidern gefragt.

2. Vorbereitet sein

Im strategischen Management werden verschiedene Szenarien für unterschiedliche Entwicklungen modelliert. Wer sich intensiv mit der Unternehmenszukunft auseinandergesetzt hat, kann zumindest teilweise auf Notfallpläne und betriebliches Risikomanagement zurückgreifen. Und es gilt, sich bald genug auf die Zeit nach Corona bzw. mit Corona vorzubereiten.

3. Wissen um die eigenen Kernkompetenzen

Unternehmen, die ihre Kernkompetenzen kennen, können bestehende nicht benötigte Ressourcen für zB den medizinischen Bedarf nützen. Exzellente Beispiele dafür sind ein französischer Luxusgüterkonzern, der anstatt Parfum Händedesinfektionsmittel erzeugt oder ein südtiroler Familienbetrieb, der mit den Materialen für die Herstellung von Sportbekleidung Virenschutzbekleidung produziert. 

4. Chancen & Bedrohungen erkennen

Durch regelmäßige Auseinandersetzung mit den Entwicklungen im Unternehmensumfeld (Markt, Mitbewerb, Konjunktur, etc.), können Potenziale schneller identifiziert und Risiken abgefedert werden. Die Einschränkung sozialer Kontakte mit allen negativen Auswirkungen für einige Branchen lässt neue Bedürfnisse am digitalen Markt entstehen. Ebenso wird sich eine neue Kultur im täglichen Miteinander etablieren.

5. Veränderungsbereitschaft

Noch sind die Auswirkungen und die Dauer dieser Krise nicht absehbar. Die Branchen werden zum Teil sehr unterschiedlich betroffen sein. Für Unternehmen ist zentral, wie flexibel sie sich diesen Herausforderungen stellen können. Der Grundsatz von Charles Darwin „survival of the fittest“ ist gültiger denn je – die Anpassungsfähigkeit vieler Unternehmen wird entscheidend für deren positiven Fortbestand sein.

6. Orientierung am Unternehmens-Leitbild

Alle Handlungen, die ein Unternehmen in der Krise umsetzt oder umsetzen muss, sollten in Einklang mit dem Leitbild und Wertegerüst des Unternehmens oder dem Eigentümerkodex stehen. Beispiele sind hier die Solidarität gegenüber Mitarbeitern, Zulieferern und Kunden sowie Innovationsbereitschaft.

7. Leadership und offene Kommunikation

Entschlossene und offene Kommunikation durch die Unternehmensführung bringt Klarheit für Mitarbeiter und Unternehmensumfeld. Eine positive Haltung hilft, sich gemeinsam den neuen Herausforderungen zu stellen.

8. Vision und Sinn

„Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie“ lehrt uns Viktor Frankl. Auch für Unternehmen gilt es in schwierigen Zeiten Sinn zu stiften und Visionen mit Zugkraft zu erzeugen. Entscheidend ist, nicht in eine Opferhaltung zu gehen, sondern alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Unternehmenszukunft aktiv zu gestalten.

 

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