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"Heute für morgen investieren"

Wie Peter Daniell Porsche seine Beteiligungen organisiert, um sich neben seiner Funktion als aktiver Investor für seine Aufgaben im Umfeld des VW-Konzerns freizuspielen. 

Der gute Name öffnet Türen – das ist das Kapital der Unternehmer, der Familienunternehmer umso mehr. Bestimmte Namen öffnen besonders viele Türen, wecken aber auch Begehrlichkeiten. Für jedes Mitglied der Porsche-Familie gilt das im besonderen Maße.

Gemeinsam mit der Familie Piëch halten die Porsches indirekt über die Porsche SE Holding die Mehrheit der Stimmrechte am weltgrößten Autokonzern. Zur Volkswagen Group gehören unter anderem die Tochterfirmen VW, Porsche, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Ducati, Scania und MAN. „Wir müssen schon öfter Aufklärung betreiben, dass wir eine unabhängig unternehmerisch agierende Organisation sind“, sagt Rafael Walter, Geschäftsführer der PDP Holding, in der Peter Daniell Porsche einen großen Teil seiner persönlichen unternehmerischen Aktivitäten gebündelt hat.  

 

Unternehmensbeteiligungen in PDP-Holding organisiert
Peter Daniell Porsche gehört zu den Erben eines der wenigen großen Weltunternehmen, das mehrheitlich von einer Familie kontrolliert wird. Öffentlich ist er lange eher als Philanthrop wahrgenommen worden: Er ist bekannt dafür, im gesamtgesellschaftlichen Sinn soziale Verantwortung zu übernehmen, veröffentlichte Bücher und unterstützte anthroposophische Einrichtungen. Unternehmerisch erschien er dagegen eher zurückhaltend. Durchaus nachvollziehbar: Denn sobald ein Herr Porsche etwas tut oder sagt, werden von den meisten Personen der Mensch Porsche sowie seine persönlichen unternehmerischen Tätigkeiten in Verbindung zum VW-Konzern gebracht. Bei den Größenordnungen des Autokonzerns kann das zu eklatanten Missinterpretationen führen. 


Als ein Mittel, mit diesem Problem umzugehen, organisierte Peter Daniell Porsche seine Unternehmensbeteiligungen bereits 2014 in der PDP Holding, um unabhängiger agieren zu können. Deren Geschäftsführer ist Rafael Walter, der Porsche schon länger unterstützt und die Organisation gemeinsam mit diesem aufbaute. Die Holding verwaltet Mehrheitsbeteiligungen an diversen Unternehmen, der Gruppenumsatz bewegt sich in den letzten Jahren zwischen 70 und 100 Millionen Euro, in den Beteiligungsunternehmen sind etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt.  


HB PDP Holding Walter Porsche
Die PDP Holding GmbH steht im 100-%-Eigentum des Unternehmers Peter Daniell Porsche und wird von Geschäftsführer Rafael S. Walter geleitet. Sie hält derzeit Unternehmensbeteiligungen in den Wirtschaftsbereichen Innovative Technologien, Ressourcenmanagement und Kreislaufwirtschaft sowie Verlagswesen, Kultur und Gastronomie (Foto: PDP Holding)

 

„Wir stimmen uns sehr eng ab“, erzählt Walter. „Die wesentlichen Punkte besprechen wir, dann bin ich als Geschäftsführer autark in der Umsetzung.“ Diese Organisationsart spielte Peter Daniell Porsche schließlich auch frei, um vermehrt Funktionen im Umfeld des VW-Konzerns übernehmen zu können. Derzeit hat er dort mehrere Aufsichtsratsmandate inne – etwa bei der Porsche SE Holding, der Porsche Holding Salzburg und bei Skoda.


Empfehlenswertes Modell für Familienmitglieder nachfolgender Generationen
Die PDP Holding ist ein empfehlenswertes Modell für Familienmitglieder nachfolgender Generationen. „Allerdings nur, wenn man seine Investitionen auch aktiv mitgestalten möchte“, ergänzt Rafael Walter. Die Holding agiert im Übrigen auch als Family Office: „Wir können schnell Entscheidungen treffen und wir verfolgen eine gezielte Strategie mit unseren Beteiligungen. Wir sind in unseren Entscheidungen ausreichend klar, um auch einmal eine Marktdelle durchtauchen zu können.“ Anders als bei primär zahlengetriebenen börsennotierten Unternehmen steht hier die langfristige Entwicklung im Vordergrund.

 

Gesellschaftlicher Mehrwert als Anspruch 
Hinter den unternehmerischen Entscheidungen stecken überdies klare Werte: Das Geschäftsmodell muss nicht ausschließlich rasche Rendite versprechen, es sollte auch gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Die Holding stellt ihren Beteiligungen dabei das betriebswirtschaftliche und strategische Know-how ihrer Experten zur Seite und knüpft Kontakte. „Wir sind sehr aktive Investoren“, sagt Walter. „Die Möglichkeit, etwas mitzugestalten, ist ein sehr wichtiger Faktor in unseren Investitionsentscheidungen. Deshalb sind wir auch nur an Mehrheitsbeteiligungen interessiert.“  

 

Wer sich aktiv in die Entwicklung seiner Beteiligungen einbringen will und schnelle Entscheidungen garantieren möchte, der kann in einer klaren und professionellen Organisation wie der PDP Holding ein nachahmenswertes Beispiel finden. Wer sich in einer passiveren Rolle wohler fühlt, wird etwa bei institutionellen Investoren mit seinen Anlagen besser aufgehoben sein.  

 

Die PDP Holding jedenfalls ist nicht nur eine Organisation zur vermögenstechnischen Verwaltung von Anlagen, sie ist ein gestaltendes Unternehmen, das weitreichende Entscheidungen trifft. Die unternehmerische Erfahrung aus diesen Entscheidungen ist auch ein Bonus, den Peter Daniell Porsche in seine Aufsichtsratsfunktionen einbringt, meint Walter. „Beim Wort Aufsichtsrat versteht man ja oft nur ‚Aufsicht‘. Der ‚Rat‘ in Form von Ratschlägen ist dabei aber auch ein sehr wichtiger Bestandteil.“  

 

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