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HB Leadership4.0

Leadership 4.0?:
Wie Kommunikation das Unternehmen auf den Kopf stellt und wie sie gelingen kann

Neue Kommunikationsformen bringen auch neue Herausforderungen für das Management.


Die Chefs sagen, wo’s lang geht. — Ist das wirklich immer so? Das Tempo in Unternehmen hat sich deutlich erhöht: Entscheidungen müssen schneller getroffen werden, Rahmenbedingungen ändern sich häufiger. In so einem Umfeld braucht es auch schnelle Kommunikationsmittel: Neue Technologien und Social Media machen die Unternehmenskommunikation schneller, transparenter und flacher. Damit verbreiten sich plötzlich auch Ideen und Meinungen schnell und mit großer Reichweite im Unternehmen.

Ist das eine besondere Herausforderung für Familienunternehmen? Wir haben darüber mit der Unternehmensberaterin und Kommunikationsexpertin Judith Kölblinger von Komunariko gesprochen.

Die kurze Antwort von Beraterin Judith Kölblinger lautet: Nein.
Es ist für Eigentümer und Führungskräfte in Familienunternehmen nicht schwieriger als für Manager anderer Unternehmen. Es sei denn, sie begreifen sich sehr traditionell und handeln besonders hierarchisch: Sie werden oft von der Realität eingeholt und können das Geschehen im Unternehmen nicht mehr ganz unter Kontrolle bringen, da Kommunikation zu schnell geworden ist. Zu langsame, streng kontrollierte Kommunikation ist heute auch ein Risiko: Wenn die Kommunikation nicht passt, suchen engagierte und sinnorientierte Beschäftigte meist das Weite.

Führung heißt Arbeit an der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Das ist eine Aufgabe für alle.

Kommunikation ist heute ein wichtiger Faktor für gute Führung. Die Weiterentwicklung eines partizipativen Führungsverständnisses, das aktuelle Kommunikationstechnologien miteinbezieht, bezeichnet man als Leadership 4.0. Die gute Nachricht: Die Nutzung digitaler Technologien für Führung kann man lernen. Das ist der einfachere Teil. Herausfordernder ist die soziale Komponente.

Es lohnt sich allerdings: Je besser Sie durch Kommunikation führen, desto mehr können Sie an die Motivation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anknüpfen, und desto besser können diese ihr Engagement für die Unternehmensziele einbringen. Dazu braucht es zweierlei:

Abschied von einem vertrauten Modell

Die Pyramide als Metapher für ein kundenorientiertes Unternehmen funktioniert heute nur mehr scheinbar. Dieses Modell greift zu kurz, weil es Kommunikation vorwiegend von oben nach unten strukturiert. Es regiert das Push-Prinzip: In Top-Management-Meetings werden Entscheidungen getroffen und diese werden über eine mehrstufige Berichtskaskade von oben nach unten weitergereicht (nicht kommuniziert!). Das Wissen der Mitarbeiter bleibt dabei auf der Strecke, Kunden bleiben überhaupt außen vor. Das Unternehmen beschäftigt sich im Wesentlichen mit sich selbst, um Effizienz zu steigern. Die Rückmeldungen von den Grenzen des Unternehmens zu seiner Umwelt werden – wenn überhaupt – nur als schwache Signale wahrgenommen.

 

Aufbau digitaler Kompetenz im Unternehmen

Kompetente digitale Kommunikation braucht vor allem menschliche Begegnungen. Das Unternehmen kann als eine Community verstanden werden, die sich auf Kundenbedürfnisse spezialisiert. Führungskräfte, die sich auf diese Metapher einlassen, verfolgen eher das Pull-Prinzip. Sie bringen sich auf Augenhöhe ein, hören Kunden und Beschäftigten zu und steuern das Unternehmen horizontal – entlang der Leistungsprozesse hin zum Kunden – und partizipativer. Sie interessieren sich für Erfahrungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Kunden und richten ihre Entscheidungskompetenz auf die Zufriedenheit der Kunden und die Leidenschaft und das Know-how der Beschäftigten aus. Dabei helfen digitale Tools, die Kommunikation schneller, transparenter und vor allem auch vielschichtiger zu gestalten. 

Damit das gelingen kann, müssen sich auch Führungskräfte weiterentwickeln. Die wichtigsten Fähigkeiten sind nicht technischer Natur; die persönlichen Anforderungen an Führungskräfte kreisen um folgende Punkte:
•    Digitales Mindset, Experimentierfreude und Kreativität
•    Vertrauensbereitschaft und Augenhöhe
•    Offenheit und Transparenz
•    Online-Kommunikationskompetenz und Vernetzung
•    Beziehungsmanagement, Identitätsstiftung und Integration

Strategische Beratung für Familienunternehmen:
Nutzen Sie unsere Beratungsdienstleistungen

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