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Alternativen der Unternehmensnachfolge mit Fokus auf die Führungsnachfolge


In den kommenden Jahren stehen zahlreiche Familienunternehmen vor der Herausforderung ihr Unternehmen bestmöglich zu übergeben. Dabei gilt es die richtige Alternative zu finden und gezielt zu verfolgen. Die getrennte Betrachtungsweise von Führungs- und Beteiligungsnachfolge ist dabei von zentraler Bedeutung. Daraus ergeben sich folgende Fragestellungen:

  • Führungsnachfolge – wer führt das Unternehmen in Zukunft?
  • Beteiligungsnachfolge – wer besitzt das Unternehmen in Zukunft?

Die Trennung nach diesen beiden Sichtweisen führt zahlreiche Alternativen an, welche geeignet sein können, das Familienunternehmen gut zu übergeben.

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Auf der Führungsebene kann es einen oder mehrere aus der Familie geben, die die Nachfolge antreten wollen. Für die genaue Gestaltung einer möglichen gemeinsamen Führung, insbesondere unter Geschwistern, Cousins, etc. empfiehlt es sich, diese in einem strukturierten Prozess zu erarbeiten und von verschiedenen Seiten zu beleuchten (Eignung, Fähigkeiten, Aufgabenverteilung, Fahrplan/Zeitschiene, etc.).

Da viele Familienunternehmen in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sind, ist es sinnvoll, im Zuge des Generationswechsels die Führungsstruktur zu überdenken und an die Größe des Unternehmens anzupassen. Oftmals ist eine Person an der Spitze nicht mehr in der Lage alle Verantwortlichkeiten abzudecken. Viele erfolgreiche mittelständische Unternehmen ziehen daher immer mehr die Alternative der gemischten Geschäftsführung in Betracht (einer aus der Familie und ein Fremder). Dies bietet die Möglichkeit die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, den Nachfolger aus der Familie nicht zu überfordern und „frischen Wind“ ins Unternehmen zu bringen.

In größeren Unternehmen kann es auch eine Alternative in der Führungsnachfolge sein, dass sich die Familie in eine Kontroll- und/oder Aufsichtsposition zurückzieht und eine Fremdgeschäftsführung installiert wird. Dies begründet sich oftmals auch damit, dass es immer schwieriger wird, einen geeigneten Nachfolger aus der Familie zu finden, der dem Fremdvergleich mit Dritten standhält. Abhängig ist diese Alternative allerdings davon, dass das Unternehmen eine gewisse Mindestgröße hat, da man sich nur bei entsprechender Ertragskraft und Kapitalstärke gute Führungskräfte leisten kann.

Die angeführten Alternativen in der Führungsnachfolge gilt es eingehend in der Eigentümerfamilie zu diskutieren und zu prüfen, damit die Weichen für die kommenden Generationen sinnvoll und fruchtbringend gestellt werden.

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Mag. Elisabeth Kastler, LLB.oec.

Mag. Elisabeth Kastler, LLB.oec. ist mit den rechtlichen Angelegenheiten im Family Management betraut und beschäftigt sich insbesondere mit den Themen Unternehmens- und Vermögensnachfolge, Familienkodex und dem österreichischen Stiftungsrecht.

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