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Woher kommen wir und wer sind wir? 

"Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers" heißt es in einem berühmten Zitat von Gustav Mahler. Tradition und die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte sind für viele Familienunternehmen relevant. Eine Familienchronik etwa dient als Nachschlagewerk für künftige Generationen – um die Wurzeln und die Familienwerte zu kennen und weiterzutragen.

HB Heinrich Spaengler Muenzen

Die Beschäftigung mit der eigenen Unternehmensgeschichte reicht im Bankhaus Spängler bis ins 16. Jahrhundert zurück

Das Bankhaus Spängler etwa verfügt über eine Münzsammlung, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Haushaltsbücher aus dem 18. Jahrhundert geben genaues Zeugnis über das Leben der Familie und wurden Gegenstand universitärer Forschungsprojekte. Beim Bankhaus Spängler schafft die Beschäftigung mit der eigenen Unternehmensgeschichte auch Know-how, das heute in die Beratung einfließt: Aus sieben Generationen lässt sich viel Wissen über Nachfolgeregelungen, Familienkodex und Unternehmensentwicklung schöpfen. 

 

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>>> Mehr über die Haushaltsbücher und die Historie der Handels- und Bankiersfamilie Spängler <<<

Die Chronik der Familie Friesacher

Auch die Chronik der Wirtsfamilie Friesacher ist ein Werk, das das Herz von Historikern höher schlagen lässt – so detailgenau ist die Unternehmensgeschichte über mehrere Jahrhunderte hinweg dokumentiert. Knapp zwei Jahre Recherche, 600 Seiten, fast drei Kilo Buch – das sind die Eckdaten einer einzigartigen Familienchronik. Als Michael Friesacher, Gastronom und Hotelier in Anif, die Dokumentation der Familiengeschichte in Auftrag gab, war ihm noch nicht ganz klar, was für ein Mammutprojekt das werden würde. „Ich hatte zwischendurch ein wenig Zweifel. Aber jetzt kann ich sagen: Das war es wert“, sagt Friesacher. 

 

Die Unternehmensgeschichte zu bewahren und aus ihr zu lernen, das war auch die Motivation von Michael Friesacher, als er beschloss, Kisten mit Briefen, Dokumenten und anderen Erinnerungsstücken und die Geschichten der Eltern- und Großelterngeneration an einen Experten zu übergeben. „Es gab immer mehr Details in unserer Geschichte, bei denen wir nur raten konnten. Und ich wollte, dass die Geschichten, die meine Großeltern und deren Eltern erzählt haben, auch für kommende Generationen bewahrt werden.“ 

Friesacher Hotel Header
Die Gastronomenfamilie Friesacher gab die Dokumentation ihrer Familiengeschichte in Auftrag mit dem Ziel, die Geschichte auch für die kommenden Generationen zu bewahren (Bild: Friesacher). 

Friesacher – der Name steht seit sechs Generationen für Gastronomie und Hotellerie in Anif bei Salzburg. Michael Friesacher übernahm die Betriebe 1989 von der Elterngeneration und führt jetzt Hotel, Restaurant, Einkehr, Stadl, Heurigen und eine Landwirtschaft. Den Experten fand Michael Friesacher in Clemens Spechtler, der sich als Lektor wissenschaftlicher Arbeiten bereits einen Namen als penibler Rechercheur gemacht hatte. Spechtler durchforstete Kirchen- und Gemeindearchive, stieß auf immer wieder neue Spuren, steckte Archivare mit seiner Hartnäckigkeit an und förderte eine Reihe von Dokumenten zutage, die – ähnlich wie die Spängler-Haushaltsbücher – professionelle Historiker begeisterten. Darunter etwa ein Schätzgutachten des Anwesens in Anif, das 1850 anlässlich der Übergabe des Besitzes von Anna an Johann Friesacher erstellt wurde. 

Dieses Gutachten beschreibt die Immobilien und listet jeden einzelnen Einrichtungsgegenstand und jedes Stück Vieh auf, gibt detaillierte Einblicke in die wirtschaftlichen Fundamente der Familie Friesacher und in das Alltagsleben in der Mitte des 19. Jahrhunderts. „Mir war es immer wichtig, jeden Fakt über die Familiengeschichte historisch zu untermauern und auch die wirtschaftliche Geschichte der Unternehmerfamilie schlüssig zu erzählen“, sagt Spechtler. 


Friesacher Chronik
Die Chronik der Familie Friesacher umfasst 600 Seiten (Bild: Alexander Wittek). 

Das Ergebnis ist eine 600 Seiten starke Familienchronik, die die sechs Generationen der Familie als Gastronomen in Anif beschreibt und die Wurzeln der Vorfahren darüber hinaus noch einige Generationen weiterverfolgt.

Zusammenhalt in der Familie ist ein wichtiger Faktor 

Es ist eine Chronik, aus der auch Michael Friesacher selbst noch einiges über die Familiengeschichte dazugelernt hat. „Neben vielen neuen Daten und Fakten ist mir vor allem klar geworden, dass uns immer der Zusammenhalt in der Großfamilie ausgezeichnet hat. Man muss sich aufeinander verlassen können – das ist immer wichtiger, als auf den Staat oder sonst etwas von außen zu hoffen. Das sehen wir gerade auch jetzt wieder: In der Corona-Krise wird viel vom Staat versprochen und es bemühen sich ja alle – aber wirklich helfen muss man sich selbst, in der Familie, dort, wo man auf die anderen zählen kann. Das ist es auch, was uns über die Jahrhunderte immer wieder geholfen hat.“ 

Tipps für die Aufarbeitung der Familien-(Unternehmens-)Geschichte

Clemens Spechtler web
Mit der Verfassung der Chronik der Familie Friesacher wurde Mag. Clemens Spechtler beauftragt (Bild: Elfi Pöttgen). 


Wer sich für die Darstellung der Familiengeschichte interessiert und eine Ahnentafel oder Familienchronik erstellen möchte, dem empfiehlt Clemens Spechtler: 

  • Sammeln Sie alle Briefe, Dokumente, Fotos, Urkunden – alles, was Sie an historischen Dokumenten finden können, unabhängig davon, ob es wichtig erscheint oder nicht. 
  • Schreiben Sie alle Geschichten auf, die man sich in der Familie erzählt. Dabei ist vorläufig egal, wenn man manche Namen oder Jahreszahlen nicht mehr ganz genau weiß. 
  • Reden Sie mit den Älteren, lassen Sie sich alles erzählen und schreiben oder nehmen Sie es auf. 
  • Mit der Materialsammlung können Sie dann historisch und redaktionell bewanderte Experten hinzuziehen und den Umfang des Projekts abstecken. 


Beratung für Familienunternehmen: 
Nutzen Sie unsere Beratungsdienstleistungen

Bankhaus Carl Spängler & Co. AG
Schwarzstraße 1, 5020 Salzburg 
Tel.: +43 662 8686 4015
Fax: +43 662 8686 4098
E-Mail: bankhaus@spaengler.at

 

www.spaengler.at 

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